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Wirtschaftsprüfer und die Hypo

04.09.2015 Rainer Hable

In der ersten Runde nach der Sommerpause beschäftigte sich der Hypo U-Ausschuss mit den Wirtschaftsprüfern der Bank. Im Ausschuss hatten wir dazu Herr Malegg von Confida, langjährige Prüfungsgesellschaft der Hypo, als Auskunftsperson. Im Ausschuss sahen wir uns mit einer skurrilen Aussage der Auskunftsperson konfrontiert. „Ich konnte keine Mängel bei der Hypo Kroatien feststellen“, sagte Herr Malegg. Skurril war das deshalb da genau dort sehr viele Millionen verschwunden sind. Insgesamt konnte ich der Auskunftsperson sechs Projekte mit über 400 Millionen Euro Verlust entgegenhalten. Unter diesen Projekten finden sich das Hotelprojekt Punta Skala mit 73 Millionen Euro Verlust, das Projekt Singulus – ein Weinkeller – mit 65 Millionen Euro Verlust, bis hin zum Projekt Hilltop – dem bekannten Ziegenacker – mit 44 Millionen Euro Verlust. Nur diese sechs Projekte haben bereits ein enormes Verlustvolumen von über 400 Millionen Euro, man beginnt erst zu verstehen warum sich bei der Hypo über 15 Milliarden Verlust anhäufen konnten. Und darauf sagt der Wirtschaftsprüfer vor dem U-Ausschuss er konnte keine Mängel feststellen. Die einzig logische Frage darauf kann nur sein, welche Rolle hatten die Wirtschaftsprüfer überhaupt in der Causa Hypo?