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Erste Befragungen im Hypo U-Ausschuss

09.04.2015 Rainer Hable

Die ersten Auskunftspersonen wurden am 8. April 2015 im Hypo U-Ausschuss befragt. Das Fazit: einerseits waren manche Fragen und andererseits auch manche Antworten sehr oberflächlich. NEOS geht in die Tiefe und hat auch unangenehme Fragen zur Causa Hilltop an die Staatskommissärinnen gestellt.

Mehr dazu im Video:

  • Peter Nemschak

    Frau Bures und so manchen ihrer Kolleginnen und Kollegen hätte es gut getan, US-amerikanische Senatshearings zum Thema Finanzkrise (Anhörung von Investmentbankern) nachzuhören oder sich einmal auf BBC World News „Hard Talk“ anzuhören. Unser Ausschuss ist ein Spiegelbild österreichischer Unkultur: wegducken, nur niemandem weh tun, „mir wern kann Richter brauchen“, Inkompetenz und mangelnde Zivilcourage der handelnden Personen zudecken statt aufdecken, Mittelmäßigkeit zum Maßstab allen Handelns machen, Dienst nach Vorschrift als Normalität akzeptieren, permanent unanständig mit anständig verwechseln und sich dessen nicht einmal bewusst sein (mangelnde Fragekultur im Ausschuss!) usw.
    Die Zeugin war eine typische Repräsentantin dieser verachtenswerten Mentalität und Unkultur. Ein engagierter Staatskommissär hat unzählige Möglichkeiten, einem sich selbst überschätzenden und fahrlässigen Vorstand und Aufsichtsrat das Leben zur Hölle zu machen und damit einen Beitrag zum Schutz des Aktionärs und Steuerzahlers und zur öffentlichen Hygiene zu leisten. Nach der Swap-Affaire hätte ein Staatskommissär, der seinen Job ernst nimmt und nicht aus puren opportunistischen Gründen (mögliche politische und gesellschaftliche Nachteile im Kärntner blauen Sumpf) wehleidig wegschaut, Gelegenheit gehabt, den Kampf gegen den damaligen Vorstand und Aufsichtsrat aufzunehmen. Auch in der seinerzeitigen Lucona-Affaire ist die Aufdeckung krimineller Machenschaften mit Verquickung zur damaligen roten Politik gelungen, damals einem Journalisten, der Widerstand nicht gescheut hat. Das Ergebnis des Ausschusses lässt sich jetzt schon abschätzen: alle und keiner waren schuld. Unkultur kann man nicht einsperren. Man kann allerdings sehr wohl einen Beitrag aller Willigen in Österreich einfordern, um sie zu ändern, der jungen Menschen in unserem Lande willen.
    Mit freundlichen Grüßen und Kopf hoch
    Peter Nemschak
    (Sie können meine Stellungnahme auch unter meinem Namen weitergeben).