Welche Dauer wurde vereinbart?

Ein Untersuchungsausschuss dauert 14 Monate. Er kann von der Minderheit (dasjenige Viertel der Abgeordneten, das den Ausschuss verlangt hat) um drei Monate, von der Mehrheit danach nochmals um drei Monate verlängert werden. Die letzten beiden Monate dienen der Berichtserstellung.

Am Ende eines Untersuchungsausschusses steht die Vorlage des Ausschussberichts an den Nationalrat im Zuge einer Plenarsitzung. Ebenfalls als beendet gelten Untersuchungsausschüsse im Falle einer Neuwahl, also mit Ende einer Gesetzgebungsperiode.

Um eine sachliche Auseinandersetzung zu fördern, sind gewisse Vorlauffristen zu Wahlkämpfen einzuhalten. Die Berichterstattung im Plenum hat bis zum sogenannten „Stichtag“ (in der Regel 82 Tage vor dem spätestmöglichen Wahltermin) zu erfolgen. Bei vorzeitigen Neuwahlen ist die Beweisaufnahme mit der Kundmachung des entsprechenden Gesetzesbeschlusses zu beenden, die Berichterstattung hat spätestens vier Wochen nach dem sogenannten „Auflösungsbeschluss“ des Nationalrats zu erfolgen.