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Wo die Hypo Milliarden sind

11.09.2015 Rainer Hable

Diese Woche im Hypo U-Ausschuss konnten wir zeigen, wo ein Teil der Hypo Milliarden hingeflossen sind.

Hypo Milliarden

Die Hypo finanzierte zum Beispiel Falkensteiner Hotelprojekte mit klingenden Namen wie Punta Skala oder Borik. 180 Millionen Euro sind alleine in diese Projekte geflossen. Zurück kam sehr viel weniger, mindestens 108 Millionen Euro an Verlusten sind alleine bei diesem Beispiel angehäuft worden. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Erstmals können wir unter die Wasseroberfläche sehen und es wird interessant. Denn es ist nicht nur sehr viel Geld hineingeflossen, sondern auch sehr viel Geld wieder hinaus geflossen – an Unternehmen wie Templaris oder Rubicon. Hinter diesen Unternehmen wiederum stehen Ex-Hypo Manager wie Günter Striedinger und Gerhard Süss. Hr. Süss war diese Woche im U-Ausschuss und er war nicht nur Aufsichtsrat bei der Hypo und Geschäftsführer bei Opportunity South East, er ist auch Gesellschafter bei jenen Unternehmen, die aus Beratungsverträgen sehr viel Geld bekommen haben. Hr. Süss ist auch Gesellschafter bei Templaris und bei Rubicon, gemeinsam mit Hr. Striedinger. An all diese Unternehmen sind jährlich über 1 Million Euro geflossen. Das alles wäre auch legitim, wenn nur die entscheidende Frage beantwortet werden könnte: Wo war die Leistung? Und diese Frage konnte Hr. Süss nicht beantworten. Spannend ist das vor allem für die Steuerzahler_innen, denn das rausgeflossene Geld ist letztlich seit der Verstaatlichung Steuergeld.

Hier sprechen wir nicht von einem Einzelfall sondern von einem System. Mindestens 108 Millionen Euro sind alleine bei diesen Projekten verloren gegangen. Immer verständlicher wird wie bei der Hypo über 15 Milliarden Euro verschwinden konnten.

  • Christine Delnicki

    Dank an Herrn Hable für seine Dienste an die Republik. Sie stehen als Grund, die Neos zu wählen, bei weitem über den Wert der vielen Kugelschreiber, die als Wahlgeschenk verteilt werden.